aktuelle Andacht

Habt Salz in euch und haltet Frieden untereinander! (Markus 9,50)

Für uns hat Salz heute eher eine negativen Beigeschmack: Wir essen zu viel davon und bekommen dadurch verschiedene Zivilisationskrankheiten. Zurzeit Jesu war das Salz etwas Kostbares und ein wertvolles Gewürz, mit dem Lebensmittel haltbar und wohlschmeckend gemacht werden konnten, solange das Salz nicht verdorben war. Der vorausgehende Vers betont: „Das Salz ist gut; wenn aber das Salz nicht mehr salzt, womit wird man’s würzen?“ In diesem Sinn sollen wir Christen brauchbares „Salz in der Suppe“ sein, damit unsere Mitmenschen die Liebe Gottes wahrnehmen und schmecken.

Interessant ist an unserem Monatsspruch, dass Jesus bei diesem Gespräch mit seinen Jüngern dies mit dem Frieden untereinander in Verbindung bringt. Diesem Textabschnitt ging der Rangstreit der Jünger Jesu voraus: Es ging darum, wer wohl der Größte unter den Jüngern sei. Verhalten wir Christen uns heute in unseren Gemeinden auch so, dass wir der Erste sein wollen, im Mittelpunkt stehen möchten und dabei z.B. einen Mitchristen wegschieben oder demütigen?

Haltet Frieden untereinander ist so wichtig für unser Zusammenleben in der Gemeinde und in der Welt, wo Jesus uns hingestellt hat. Unfrieden zerstört und bringt Uneinigkeit mit sich und damit verschleißen wir unsere Kräfte aneinander, anstatt sie in Liebe zu investieren. Vielleicht ist dieser Impuls es wert, diesen Zusammenhang bei einer der nächsten Gemeindebesprechungen mit zu bedenken und sich selbst etwas zurück zu halten.

Werner Dombacher, die Apis